2018 07 Maennl.Grosstrappe Администрация Волгоградской Области CC BY Sa 3.0Dort, wo heute nördlich von Leipzig, infolge des Braunkohleabbaus, eine Seenlandschaft mit den Schladitzer, Werbeliner, Zwochauer, Grabschützer und mehrer kleiner Seen entstanden ist, existierte bis Anfang der 1970er Jahre eine waldarme Region in der Leipziger Tieflandsbucht mit eher landwirtschaftlicher Prägung.

Bis zu diesem Zeitraum war dort auch der größte Hühnervogel, die Großtrappe (Otis tarda), als Brutvogel heimisch. 

Foto - Администрация-Волгоградской-Области: Männliche Großtrappe

2018 05 Bienenfresser Pierrre Dalous CC BY SA 3.0Mitte Mai, auf meinem "Vogelkalender" ist ein bunter Vogel abgebildet, dessen Ausbreitung, um diese Zeit, immer meine Aufmerksamkeit weckt. Höhere Temperaturen sind für die Mehrheit von Pflanzen und Tieren vorteilhaft. Die warmen Sommer der vergangenen Jahre haben etliche Arten nach Deutschland gelockt, die unsere heimische Natur bereichern. Eine davon ist der Bienenfresser (Merops apiaster), ein bunt gefiederter Schönling, der es gern warm und trocken hat.

Foto - Pierre Dalous: Bienenfresser in Aktion

2018 04 Wiesenschafstelze Frebeck CC BY SA 3.0Die Schafstelze (Motacilla flava), auch Wiesenschafstelze, wird ca. 15 bis 16 cm groß, ist ein wenig kleiner als die Bachstelze und hat einen etwas kürzeren Schwanz als Bach- und Gebirgsstelzen. Der Rücken ist olivgrün (Jungvögel olivbräunlich), gelb die Unterseite. Diese olivgrüne Färbung ist ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zur Gebirgsstelze, die einen grauen Rücken hat. Schafstelzen-Weibchen und die Jungen sind blasser als das Männchen. Der Kopf ist grau mit hellem Überaugenstreif. Der kurze Schnabel und die Beine sind dunkelgrau bis schwarz. Das Weibchen hat im Gegensatz zum Männchen eine etwas blassere Zeichnung und einen graubraunen Kopf.

Foto - Frebeck: Wiesenschafstelze

2018 03 Bachstelze Andreas Nilsson CC BY SA 3.0In der Gattung der Stelzen gibt es drei Arten die auch in unserer Gegend vorkommen, die ich Ihnen vorstellen möchte. Sie fallen dadurch auf, dass sie sich hauptsächlich auf dem Boden laufend fortbewegen, nur gelegentlich werden kurze Sprünge oder Fangflüge eingeschoben. Dabei wird der Kopf vor und zurückbewegt und der Schwanz führt auf- und abwippende Bewegungen aus. Der Flug ist wellenförmig. Auf kurze, fallende Strecken mit angelegten Flügeln folgen flatternde Aufwärtsbewegungen.

Foto - Andreas Nilsson: Weibchen im ersten Schlichtkleid

2018 02 Bergfink Maennchen Estormiz CC 0Heute möchte ich Ihnen drei Vogelarten vorstellen, die im Norden und Nordosten Europas ihre Brutheimat haben, die jedoch wintersüber ohne weiteres als Wintergäste bei uns angetroffen werden können. Es ist der zur Familie der Finkenvögel gehörende Bergfink, der Erlen- und der Birkenzeisig. Sie gehören nicht nur zu den Zugvögeln, sondern auch zu den Invasionsvögeln. Von diesen spricht man, wenn in bestimmten Gebieten nur einmal im Verlauf von mehreren Jahren, dafür aber jedoch in großer Zahl die Art auftritt. So einen Massenzug kennen wir z.B. vom Kreuzschnabel, Tannenhäher, Seidenschwanz, Birkenzeisig und auch vom Bergfink (Fringilla montifringilla).

Foto - Estormiz: Bergfink-Männchen

2018 01 Star Lutz Vetter 022Vogel des Jahres 2018 ein "Allerweltsvogel": Der Star (Sturnus vulgaris)

Dem Waldkauz 2017 folgt nun der mittelgroße Singvogel. Sein Bestand hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Er steht inzwischen auf der Roten Listet. In Deutschland schwankt der Bestand des Stars jährlich zwischen 3 und 4,5 Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg im Vorjahr. Das sind zehn Prozent des europäischen Starenbestandes. Trotzdem ist der schillernde Geselle ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang der häufigen Vogelarten, denn sein Bestand nimmt stetig ab.

Foto - Lutz Vetter: Star mit Beute im Schnabel

2017 12 Reiherente Erpel Quirin Herzog CC BY SA 3.0Die Reiherente (Aythya fuligula) - auch ein Verteter der Tauchenten - bewohnte ursprünglich Nord- und Nordosteuropa. Von dort hat sie sich nach West- und Mitteleuropa verbreitet. Hier gehört sie heute mit zu den am zahlreichsten vertretenen Entenarten. Die Populationen West- und Nordwesteuropas sind Stand- und Strichvögel, die Exemplare aus den übrigen Teilen Europas sind Zugvögel, deren Winterquartiere an den Küsten Westeuropas, vorwiegend Englands, und auch im Mittelmeergebiet liegen. Mit 1.000 bis 1.800 Brutpaaren ist die Reiherente während der Brutzeit auf Sachsens Gewässern zuhause.

Foto: Quirin Herzog - Erpel

N2017 11 Tafelente Erpel Fred.leviez CC BY SA 3.0achdem die Stockente (Anas platyrrhynchos) als Vertreter der Schwimm- und Gründelenten vorgestellt wurde, folgt nun als Vertreter der Tauchenten die Tafelente (Aythya ferina).

Das Männchen (Erpel) der Tafelente ist im Prachtkleid unverwechselbar mit dem rostroten Kopf und Hals, dem grauen Rücken, schwarzer Brust und weißen Flanken. Im Ruhekleid sind das leuchtendrote Auge und der schwarze, von einem blaugrauen Querband überzogene Schnabel und der schwarzen Spitze sichere Merkmale.

Foto: Fred Leviez - Erpel

 

2017 10 Schwimmente Stockentenerpel im Flug Alan D.Wilson CC BY SA 2.5Zu jeder Jahreszeit besteht die Möglichkeit auf und an den Gewässern unseres Umlandes Vögel beobachten zu können. Sei es im Frühjahr/Sommer während der Brutzeit oder im Herbst/Winter, wo Durchzügler und Wintergäste unsere Gewässer zur Nahrungssuche und als Rastplatz nutzen. Mit einigen möchte ich Sie vertraut machen.

Die Ornithologen unterteilen die Enten in Schwimm- und Tauchenten. Die Schwimmenten haben einen länglichen Körper und auf dem Wasser einen verhältnismäßig geringen Tiefgang, wobei das Hinterteil erhoben ist. Die Beine setzen nicht auffallend hinten am Körper an. Die Hinterzehe besitzt keinen häutigen Saum.

Foto - Alan D. Wilson: Stockenerpel im Flug

2017 09 Wiedehopf Luc Viatour CC BY SA 3.0Er ist einer der schönsten Vögel, und man möchte ihm gern öfter begegnen, obwohl ihm im Volksmund, zu Unrecht, ein schlechter Leumund nachgesagt wird – dem Wiedehopf (Upupa epops).

Den Ausdruck „Er stinkt wie ein Wiedehopf“ hat wohl jeder schon einmal gehört, aber die wenigsten wissen, auf welcher Tatsache diese Redewendung beruht. Früher wurde allgemein behauptet, dass er seine Bruthöhle nicht sauber halte, dass er den Kot der Jungen nicht entferne, so dass diese bis zum Hals im eigenen Kot säßen. Daraus kursierten in der Vergangenheit in verschiedenen Gebieten auch Namen wie Stinkvogel, Stinkhahn, Kotvogel, Dreckkrämer u.ä.

Foto - Luc Viator: Wiedehopf

2017 08 Gimpel  Ἀστερίσκος CC BY SA 4.0Heute möchte ich ein ungleiches Paar vorstellen. Besonders in sehr schneereichen Jahren tauchen in Ebereschenalleen, an Waldrändern, aber auch in Parkanlagen und Gärten viele buntgefärbte Vögel auf. Entsprechend ihres Aussehens kann man problemlos die Geschlechter voneinander unterscheiden. Es sind massige, ungestreifter Finkenvögel mit auffällig hohem, kurzem Schnabel, bis unter das Auge und zum Kinn schwarzem Oberkopf, schwarzen Flügeln und schwarzem Schwanz, breiter weißer Flügelbinde und im Flug auffälligem weißem Bürzel.

Foto - Ἀστερίσκος: Gimpel-Pärchen